Choice Architecture: Die unsichtbare Macht hinter deinen Entscheidungen

Zuerst erschienen als Newsletter von WOLFGANG WEEKLY Dem Newsletter von Wolfgang Gehrer auf LinkedIn

Stell dir vor, du gehst ins Restaurant. Du schlägst die Karte auf und zack, deine Entscheidung ist schon halb getroffen. Nicht wegen des Essens.

Sondern, weil das Menü so gestaltet ist, dass du denkst, du hättest frei gewählt. Aber das ist nicht wahr.

👉 Willkommen in der Welt der Choice Architecture – Der „Architektur der Entscheidung“.


Drei Beispiele aus dem echten Leben


1️⃣ Organspende – Opt-in vs. Opt-out

In Ländern, in denen jeder automatisch Organspender ist, liegt die Quote bei über 90 %.

Dort, wo man aktiv ein Kreuzchen setzen muss, sind es oft unter 20 %.

👉 Gleiche Entscheidung, völlig andere Ergebnisse. Nur durch die Voreinstellung.

2️⃣ Restaurant-Menüs

Gerichte oben auf der Karte werden häufiger bestellt.

Und das eine, extra teure Gericht?

👉 Es ist oft nur dazu da, damit alle anderen preiswerter wirken.

3️⃣ Abo-Modelle & Online-Formulare

Das „Meistgewählt“-Paket oder das farblich hervorgehobene Abo führen uns direkt dahin, wo der Anbieter uns haben will. Was wir denken, dass „die Masse“ tut, beeinflusst uns.

👉 Nicht der Preis oder das Produkt entscheidet, sondern die Präsentation.


Was heißt das für Business & Marketing?

👉 Du musst nicht immer das Produkt oder den Preis ändern. Du musst oft nur die Rahmenbedingungen ändern. Ob Website, Preisliste oder Präsentation, die Architektur drumherum beeinflusst mehr als das Produkt selbst.

Wo könntest du das anwenden?

Bei der Architektur deines Anmelde-Formulars? Bei der Gestaltung der „Pricing“ Seite? Bei der Gestaltung von „Default“ Einstellungen? Bei vorausgewählten Checkboxen?

Choice Architecture: Die unsichtbare Macht hinter deinen Entscheidungen

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